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EU Jugendpolitik

Neuer Schwung für die Jugend Europas

Die Politik der Europäischen Union im Jugendbereich wird in den letzten Jahren immer wichtiger. Denn die EU hat das große Potenzial der Jugend für das Wachstum in Europa erkannt. So zielen die jugendpolitischen Maßnahmen der EU darauf ab, einerseits den sich verändernden Erwartungen und Ansprüchen junger Menschen in Europa gerecht zu werden. Andereseits sollen die europäischen Jugendlichen ermutigt werden, sich aktiv als EU-Bürgerinnen und EU-Bürger in die Gesellschaft und die Politik einzubringen. 

Ein Beispiel dafür ist das Programm JUGEND IN AKTION (2007-2013), dem ein Budget von 885 Millionen Euro über einen Zeitraum von 7 Jahren zur Verfügung steht. Das Programm versucht, unter jungen Europäerinnen und Europäern den Sinn für aktive europäische Bürgerschaft und Toleranz zu schärfen und sie durch die verstärkte Beteiligung am demokratischen Leben in die Gestaltung der Zukunft der Union einzubeziehen.

Die EU-Jugendpolitik beruht vor allem auf zwei wichtigen Dokumenten. Es sind dies der „Europäische Pakt für die Jugend“ und das Weißbuch der Europäischen Kommission unter dem Titel „Neuer Schwung für die Jugend Europas“, kurz „Weißbuch Jugend“ genannt.

Europäischer Jugendpakt und Weißbuch Jugend

Der Europäische Jugendpakt wurde von den EU-Staats- und Regierungschefs im März 2005 vereinbart. Das Ziel des Jugendpakts besteht darin, die Aus- und Weiterbildung, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Mobilität, die berufliche Integration, die soziale Einbeziehung sowie die Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben junger Europäerinnen und Europäer zu verbessern. Der Pakt ist Bestandteil der so genannten Lissabon Strategie, mit der die Europäische Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt werden soll.

Das Weißbuch Jugend wurde 2001 von der Europäischen Kommission veröffentlicht. Es wurde gemeinsam mit mehr als 10.000 Jugendlichen aus ganz Europa erarbeitet und stellte eine Ausgangsbasis der Jugendpolitik in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten dar. Ziele des Weißbuchs Jugend sind etwa, die Öffentlichkeit für die Bedürfnisse junger Menschen zu sensibilisieren, die Anliegen von Jugendlichen in allen politischen Bereichen stärker zu berücksichtigen, Jugendliche besser zu informieren, sie bei wichtigen Entscheidungen mitreden zu lassen und in das öffentliche Leben intensiver einzubeziehen.

Neue EU-Jugendstrategie 2009

Im April 2009 präsentierte die Europäische Kommission ihre Vorschläge für eine Erneuerung der jugendpolitischen Zusammenarbeit in der Europäischen Union. Die neue EU-Strategie zur Jugendpolitik für die kommenden zehn Jahre heißt „Youth – Investing and Empowering”. Sie umfasst kurz- und langfristige Maßnahmen, die die jungen Menschen in Europa betreffen, insbesonders Bildung und Beschäftigung für Jugendliche, Kreativität und Unternehmertum, soziale Eingliederung, Gesundheit und Sport, gesellschaftliche Mitbestimmung und Freiwilligenarbeit.

Links

  • Europäische Kommission Jugend
    Die Website bietet einen Einblick über die Entwicklung von jugendpolitischen Maßnahmen in der Europäischen Union sowie Links zu den relevaten legislativen Grundlagen und Dokumenten.
  • Jugendpolitik in Europa
    Jugend für Europa, die deutsche Agentur für das EU-Programm JUGEND IN AKTION, betreibt ein eigenes Internetangebot, das ganz dem Thema Jugendpolitik in Europa gewidmet ist. Auf der Website wird ausführlich über die neue jugendpolitische Zusammenarbeit der EU berichtet, außerdem gibt es Dokumente zum Thema Jugend als Download und eine Datenbank, in der danach gesucht werden kann.
  • SCADPlus: Zusammenfassung der Gesetzgebung im Bereich Jugend
    Alle Grundlagen, Dokumente und Rechtsvorschriften zur EU-Jugendpolitik im Überblick.
  • Lissabon-Strategie
    Die Europäische Kommission erklärt die Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung.

Downloads Jugendpakt

Downloads Weißbuch

 

 

 

 

 

 

 


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